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Corporate Design – was ist das?

Das sogenannte Corporate Design gehört zur Corporate Identity eines Unternehmens. Wir klären, was das eigentlich ist und was das mit Dir und Deinem Unternehmen zu tun hat.

19.05.2021
Corporate Design in Südtirol - was ist das?

Vielleicht hast Du den Begriff „Corporate Design“ schon mal gehört. In diesem Blogartikel klären wir, was das eigentlich ist und was das mit Dir und Deinem Unternehmen zu tun hat.

Das sogenannte Corporate Design gehört zur Corporate Identity (Identität eines Unternehmens) und ist ein Teil der Definition einer Unternehmensidentität. Nicht nur das Corporate Design definiert diese Identität, sondern auch die Unternehmensphilosophie, -kultur und -kommunikation. Alle Bereiche haben ihre Berechtigung und führen zum großen Ganzen, zum Bild einer Marke.

Wer hat das Corporate Design erfunden?

Die Erfindung des Corporate Designs wird Peter Behrens zugeschrieben, einem deutschen Künstler mit vielen Interessen (Architektur, Malerei, Design, Typografie). Als Berater der Marke AEG hat er zum ersten Mal ein einheitliches Erscheinungsbild definiert und der Marke dadurch ein ganz eigenes, zentral definiertes Gesicht gegeben.

Die Unterteilung des Corporate Designs

  • Logo

Es ist das zentrale Element Deines Corporate Designs, weil es Deine Marke im besten Fall auf den Punkt bringt und damit „auf den ersten Blick“ repräsentiert. Das Logo ist die wichtigste Visitenkarte Deines Unternehmens. Dein Logo sollte möglichst einfach verständlich, klar in der Botschaft und im besten Fall zeitlos sein. Im Normalfall setzt sich ein Logo aus einer Wortmarke und einer Bildmarke zusammen.

  • Typografie

Jedes Unternehmen sollte eine eigens definierte Hausschrift haben. Beziehungsweise mehrere Schriften, je nach Einsatzgebiet. In Summe sollten alle verwendeten Schriften stilistisch zueinander passen. Sie sollten online und offline gut funktionieren und zu Deiner Marke passen. Das Schriftbild, egal ob im Logo, auf dem Briefpapier oder auf der Website, spiegelt auch die Corporate Identity wider. Deshalb ist die Typografie für das Corporate Design sehr wichtig und maßgeblich.

  • Farbwelt

Menschen haben eine starke Assoziation zu Farben. Versuch für Dein eigenes Corporate Design Farben zu wählen, die zu Dir bzw. Deinem Unternehmen passen und in Deiner Branche möglichst einzigartig sind. So kannst Du Dich vom Mitbewerb auch farblich abheben. Die Farben werden klar definiert (Farbnummern) und müssen überall einheitlich verwendet werden. Nur so wahrst Du Deinen Markenkern. Üblich sind zwei bis fünf Farben für eine Marke, meistens gilt „Weniger ist mehr“.

  • Bildsprache

„Bilder sagen mehr als 1000 Worte“. Ein abgedroschener Spruch, der im Kern eine berechtigte Wahrheit für das Corporate Design hat. Wähle Deine Bildsprache mit Bedacht und verwende sie auf all Deinen Kanälen, damit der Wiedererkennungseffekt möglichst groß ist und die Betrachter:innen sofort wissen, dass es sich bei diesem Bild um Deine Marke handelt. Beispiel Microsoft: Eines der bekanntesten Fotos der Welt sind die grünen Hügel unter blauem Himmel, die als Standard-Hintergrund bei Windows XP vorkonfiguriert waren. Dieses Bild steht ganz klar für die Marken Windows und Microsoft – Milliarden Menschen haben es schon mal gesehen. Für Dein Corporate Design solltest Du möglichst authentische, eigens für Deine Zwecke angefertigte (professionelle) Fotos nutzen und kein „billig“ aussehendes Stockmaterial, das sich auf X anderen Websites auch finden lässt.

Corporate Design Styleguide oder Handbuch

Je größer Dein Unternehmen ist, desto komplexer und aufwändiger wird es, die Corporate Identity und als Unterkategorie auch das Corporate Design zu wahren, um Deine Marke nicht zu verwässern. Deshalb gibt es, wenn Du dieses Thema ernsthaft und professionell angehen willst, nur eine Lösung: Ein klar definiertes Handbuch, in dem alle Gestaltungsrichtlinien, und seien sie noch so kleinteilig, gebündelt und im Detail definiert werden. Dieses Handbuch wird „die Bibel“ für alle Deine Mitarbeiter:innen und es soll und muss penibel eingehalten werden. Nur so verhinderst Du, wie erwähnt, die Verwässerung Deiner Marke.

Das Corporate Design Handbuch ist für alle internen und externen Abteilungen bindend und definiert unter anderem die Verwendung Deines Logos, die ausführliche Handhabung der Typografie und alle exakten Farbwerte der verwendeten Farbwelt. Es gibt eine klare Bildsprache vor und definiert „Do’s and Don’ts“ in allen Bereichen. Ein solches Handbuch kann zwischen drei und fünfzig Seiten umfassen, je nach Anspruch und Anwendungsmöglichkeiten. Je mehr Möglichkeiten es gibt, je mehr Kanäle und Ebenen in der Kommunikation zu bedienen sind, desto mehr gilt es im Corporate Design zu definieren.

Für welche Publikationen wird das Corporate Design verwendet?

Zum Beispiel für…

  • Visitenkarten
  • Briefpapier
  • Angebote
  • Rechnungen
  • Flyer
  • Stempel
  • Plakate
  • Präsentationen
  • Fahnen
  • Schilder
  • Vorlagen in Software
  • Signatur
  • Newsletter
  • Website(s)
  • Landingpages
  • Social Media Kanäle
  • Banner
  • Außenwerbung
  • Merchandise Artikel
  • …

Was kostet es, ein Corporate Design zu erstellen?

Diese Frage solltest Du Dir nicht stellen. Weil es die falsche Frage ist. Die richtige Frage wäre: „Kann ich es mir leisten, KEIN Corporate Design zu definieren?“. Der einmalige Aufwand, ein Corporate Design zu erstellen, zahlt sich langfristig IMMER aus, weil Du hinten raus sehr viel Geld sparen wirst. Diese Investition lohnt sich also. Du musst nicht bei jeder Kommunikationsmaßnahme neu definieren, wie Du etwas gestaltest, wenn Du im Vorfeld ein klares Corporate Design definiert hast. So verhinderst Du nicht nur unterschiedliche Darstellungsformen in Deiner Kommunikation, sondern auch die Verschwendung von wertvollen Ressourcen. Die wichtigsten sind bekanntlich Nerven, Zeit und aus unternehmerischer Sicht vor allem Geld.

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